NEWSLETTER 2014/04

Umsetzungsimpulse für CEOs (4/2014): Die verwöhnte Organisation ...

Gast !

Machen Sie ein kurzes Experiment: Wie oft hat Ihnen jemand in den letzten 4 Wochen einen der folgenden Sätze gesagt:

a) Der Sommer ist kein Sommer. Zu viel Regen, zu wenig schöne Tage …
b) Der Sommer ist mir zu heiß, zu schwül. Mich nervt das Schwitzen ...
c) Der Sommer ist perfekt. Und überhaupt ist es so wie es ist, ich mache das Beste daraus …

Wie sieht Ihr Fazit aus? Wenn c) die häufigste Antwort ist, dann schätzen Sie sich glücklich. Sie sind von großartigen Menschen umgeben.

Weil oft ist es umgekehrt. Menschen lieben es zu jammern.

Das gilt auch und besonders in der Firma. Gejammert wird potenziell über alles. Zu viel Arbeit, zu wenig Arbeit (oder zu wenig sinnvoll). Zu wenig Information („Uns sagt man gar nichts …“), zu viel Information („Was jetzt, die wissen´s ja selbst nicht …“).

Und mit dem Geld sind auch die Wenigsten zufrieden. Die, die wenig bekommen, jammern, dass sie ausgenutzt werden, die, die viel bekommen, fühlen sich geringwertig eingesetzt. Die Erwartungshaltung ist hoch, die Einsatzbereitschaft oft niedrig. Die meisten sind Opfer des Systems, könnten viel mehr, dürfen aber nicht …

So weit, so bekannt. Dieser Zustand ist inzwischen weit verbreitet und hat einen Namen: „DIE VERWÖHNTE ORGANISATION“. Er entsteht – zumindest zu einem Teil – daraus, dass die meisten Menschen heute keinen richtigen Mangel mehr kennen. Das überträgt sich auf Organisationen – und bringt neue Herausforderungen für Sie im Top-Management. Diesen möchten wir uns im Juli-Newsletter widmen.

Wiederum wünschen wir Ihnen keinen Spaß beim Lesen. Auch keine Freude mit unserem Newsletter. Wir wünschen Ihnen einzig viel Erfolg – persönlich und in Ihrem Unternehmen – beim Umsetzen der Punkte, die Ihnen hilfreich sind. Das dafür aus ganzem Herzen!

Mit freundlichen Grüßen,


Matthias Prammer
Geschäftsführender Gesellschafter

DIE UMSETZER

P.S.: Wir werden gerne empfohlen und empfehlen gerne weiter. Heute die Sonderausgabe von brandeins zum Thema Unternehmensberatung: spannende Analysen und Einblicke in die Branche mit einer Kernaussage, die auch unseren Ansatz bestätigt: Berater werden immer mehr vom Besserwisser zum Bessermacher ...

http://www.brandeins.de/wissen/brand-eins-thema-unternehmensberater.html

SIE STEHEN NICHT IM STAU, SIE SIND DER STAU ...

Wir Menschen sind sehr gut darin, den eigenen Beitrag an störenden Phänomenen wegzudenken, wegzureden und daher auch auf das eigene Handeln zu vergessen. Der Eingangsspruch (entnommen angeblich einer Autobahnbrücke in Trier / Deutschland) ist ein Beispiel dafür von vielen.

Dazu gibt es empirische Fakten: Experimente belegen, dass im Schnitt einer von sechs (!) Menschen aktiv handelt, wo es einen „kollektiven Handlungsbedarf“ gibt, d.h. eine Situation ein Einschreiten verlangt und mehrere gleichberechtigte Personen einschreiten könnten.

Diese Erkenntnis steht am Beginn der Entwöhnung. Aus ihr leitet sich das Mantra ab, das Sie ihren Führungskräften mitgeben müssen: Wir reden nicht über die Firma. Wir sind die Firma. Wir leiden nicht unter den Umständen. Wir machen die Umstände.

Darauf aufbauend sieht der Fahrplan der Entwöhnung wie folgt aus:

  1. Schaffen einer Koalition der Entwöhner „von oben“ im obersten Führungsteam – Einschwören auf das Thema
  2. Vereinbarung und Kommunikation von Zielen mit einem „Warum“ jetzt Entwöhnung angesagt ist
  3. Reflexion der Führungskräfte auf allen Ebenen über den eigenen Beitrag zur Ver- und Entwöhnung
  4. Entwicklung der Führungskräfte – weg vom Opfer (wenn ich so dürfte wie ich könnte) und Briefträger (Weiterreichen von Aufträgen ohne eigenen Gestaltungswillen) hin zu Gestaltern in Ihren Systemen mit dem entsprechenden Willen und der notwendigen Kraft dahinter
  5. Begleitende Maßnahmen und Kommunikation in Richtung Mitarbeiter, die den Blick nach außen (Unternehmensumfeld, Anforderungen, Veränderungen) aufmachen und die Achtsamkeit für Gesamtzusammenhänge im Unternehmen („in den Schuhen des Anderen gehen“) stärken. Konkret können das Rotationen und das Kennenlernen anderer Bereiche im Unternehmen ebenso sein wie die bewusste Auseinandersetzung mit Kunden – jedenfalls Erfahrungen, die eigene Glaubenssätze relativieren und neue Perspektiven eröffnen

Wichtig ist: rechnen Sie mit Widerstand. Widerstand zeigt, Sie sind auf dem richtigen Weg. Und je stärker er kommt, umso wichtiger sind die Schritte 1 und 2.

Dazu gibt es für alle Phasen entsprechende Interventionen und Methoden, die Ihnen helfen, den Weg der Entwöhnung rascher, konsequenter und effektiver zu gehen. Weil das Rad nicht immer neu erfunden werden muss.

Gerne unterstützen wir Sie dabei und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahmen: office@dieumsetzer.com

Fragen, die Sie sofort mit Ihrer Koalition der Entwöhner diskutieren können ...

(1) Was sind Symptome der Verwöhnung in unserem Unternehmen?

(2) Was sind die Konsequenzen / Kosten?

(3) Was wären konkrete Ziele / Nutzeneffekte einer Entwöhnung?

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