NEWSLETTER 2013/02

Umsetzungsimpulse. Für CEOs (2/2013): We borrowed money from the future. Then future came …

Gast !

Unseren Herbst-Newsletter möchten wir mit einem bemerkenswerten Satz aus den Alpbacher Wirtschaftsgesprächen 2013 beginnen. John Kay vom Economist hat in seiner Keynote mit diesem Zitat von Nassim Nicholas Taleb (The Black Swan) treffend beschrieben, was in der Finanzkrise 2008 wirklich passiert ist.

Was auf den ersten Blick nach makroökonomischer Forensik klingt, ist brennend aktuell. Immer wieder werden – in Staaten und Unternehmen – Entscheidungen auf Kosten der Zukunft getroffen. Und die Zukunft kommt immer.

Erschwerend kommt dazu, dass dieser Verkauf oft als guter Deal erscheint. Höhere Gewinne, einfacheres Geschäft – all das klingt verlockend. Ist es auch. Kurzfristig.

Daher möchten wir uns in diesem Newsletter mit zwei solcher Fallen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen auseinandersetzen.

Wiederum wünschen wir Ihnen keinen Spaß beim Lesen. Auch keine Freude mit unserem Newsletter. Wir wünschen Ihnen einzig viel Erfolg – persönlich und in Ihrem Unternehmen – beim Umsetzen der Punkte, die Ihnen hilfreich sind. Das dafür aus ganzem Herzen!

Mit freundlichen Grüßen,

   

Matthias Prammer
Geschäftsführender Gesellschafter

DIE UMSETZER

IN DEN USA MACHT EIN PHÄNOMEN DIE RUNDE ...

Erstmals seit Jahrzehnten bewegen sich in den USA die Unternehmensinvestitionen nicht mehr parallel zur Gewinnsituation der Wirtschaft. Während traditionell Unternehmensinvestitionen und Vorsteuergewinne je ca. 9 % des GDP ausmachten, liegen die Investitionen jetzt bei ca. 4 %, während gleichzeitig die Gewinne mit 12 % nach oben geschnellt sind. Dieser Trend ist umso stärker, je mehr man auf börsennotierte Unternehmen schaut. Familienunternehmen und Unternehmen außerhalb der Börse investieren weiterhin konsequent in ihre Zukunft. (Quelle: Financial Times)

Daher Falle Nr. 1: Werner von Siemens hat einmal gesagt: Ich würde niemals die Zukunft für den Profit von heute verkaufen. Doch genau das passiert heute immer und immer wieder.

Nicht immer ist dieser Verkauf so offensichtlich, was uns zu Falle Nr. 2 führt: Viele Unternehmen kämpfen mit der strategischen Fragestellung "Produkt- vs. Lösungsorientierung". Dabei ist die Antwort auf dem Papier trivial: Produktorientierung ist weniger risikobehaftet, erlaubt einfachere Verträge mit dem Kunden, reduziert die Overheads, …

Untermauert wird das oft mit Zahlen, mit spektakulären Problemprojekten und mit dem offen zur Schau gestellten Unwillen, sich dem Dialog mit dem Kunden, was er denn wirklich braucht, zu unterwerfen. Dabei wird nur eines vergessen: Die Stärke der Produkte von heute stammt sehr, sehr oft aus dem Kundendialog von gestern. Wer den daher reduziert oder ganz unterbindet, kappt die Leine zum Erfolg von morgen.

Natürlich lassen sich kurzfristig die Zahlen so verbessern, langfristig gibt man die Überholspur frei für jene, die mit billigeren Lohnkosten und industriefreundlicheren Rahmenbedingungen am Ende immer die Nase vorne haben. Wenn man ihnen nicht mit der Service- und Lösungskomponente die Schneid abkauft.

Diese Liste ließe sich noch ausgiebig fortsetzen: Personalentwicklung, Strategieprozesse, Organisationsentwicklung, Innovationsmanagement, … Sie alle leisten unmittelbar keinen Beitrag zum Ergebnis von heute. Dafür sind sie mittelbar oft Fundament für das EBIT von morgen.

Als DIE UMSETZER ist Strategie eine unserer Kernkompetenzen. Sehr gerne unterstützen wir Ihr Unternehmen bei der Erarbeitung der eigenen "Zukunftsvorsorge".

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme: office@dieumsetzer.com

Fragen, die Sie sofort mit Ihrem Management diskutieren können ...

(1) Wo laufen wir Gefahr, die Zukunft zugunsten unserer aktuellen Ergebnisse zu "verkaufen"?

(2) Welche Prozesse haben bei uns im Unternehmen einen langfristigen Hebel?

(3) Wo können wir uns als Unternehmen weiterentwickeln im Spannungsfeld Produkt- vs. Lösungsgeschäft?

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