NEWSLETTER 2015/01

Umsetzungsimpulse. Für CEOs (1/2015): Don’t think, just execute! Das Match Zentralismus vs. Eigenverantwortung

Gast !

Ein wörtliches Zitat aus einem Mail, das ein Top-Manager eines internationalen Konzerns vor nicht allzu langer Zeit aus seiner Zentrale erhalten und uns gezeigt hat, haben wir als Titel für diesen Newsletter gewählt.

Eine interessante Aussage einem Menschen gegenüber, der mit unternehmerischer Verantwortung Teams von Wien bis Moskau führt. Nicht denken …

Absender war eine Stabstelle aus einem Headquarter. Wo das liegt, ist egal: New York, Frankfurt …

Für uns steht dieses Zitat für eine Entwicklung, die in den letzten Jahren völlig ausgeufert und deren Ende noch lange nicht absehbar ist: den Trend zur Zentralisierung.

Immer mit guten Absichten, immer auf Basis „klarer Synergien“ und effizienter Steuerung. Und doch selten mit den gewünschten Effekten, noch seltener ohne Kollateralschäden.

Jetzt machen klare Strukturen und intelligente Bündelungen durchaus Sinn. Dort wo Bündelung einen Mehrwert liefert, wo Dienstleistungen in fabriksartigen Strukturen (das muss man dann auch so sagen) oder hochgradig spezialisierten Kompetenzzentren effizienter erbracht werden können. Aber eben nur dort …

Daher möchten wir unseren ersten Newsletter 2015 diesem Thema widmen: mit einigen pointierten Gedanken zu den Hintergründen und Verhaltensregeln außerhalb des Mainstreams, wie Sie und Ihre Führungskräfte mit dem Thema umgehen können.

Wiederum wünschen wir Ihnen keinen Spaß beim Lesen. Auch keine Freude mit unserem Newsletter. Wir wünschen Ihnen einzig viel Erfolg – persönlich und in Ihrem Unternehmen – beim Umsetzen der Punkte, die Ihnen hilfreich sind. Das dafür aus ganzem Herzen!

Mit freundlichen Grüßen,

Matthias Prammer

Geschäftsführender Gesellschafter
DIE UMSETZER

P.S.: Wir empfehlen gerne weiter und werden gerne weiter empfohlen. Diesmal ein kleines Buch aus unserer eigenen Werkstätte: SIEBEN ist in neuer Auflage herausgekommen. Eine kleine Sammlung von unternehmerischen Themen auf etwas andere Art aufbereitet. Wir freuen uns auf Ihr Interesse.

ES GIBT KEINE GRÖSSERE LÜGE ALS DIE DER SYNERGIEN ...

… hat Tom Peters schon in den 90ern konstatiert. Tatsächlich scheitert in der Praxis mehr als jedes 2. Projekt, das sich Synergien zum Ziel gesetzt hat. Das kümmert den Zeitgeist wenig.

Kleine Strukturen aufbrechen und in wenige große bündeln lautet das Motto der Stunde. Wer Verantwortlichkeiten strafft und die Dinge „an sich zieht“, hat Berater und Experten auf seiner Seite.

Und doch, was gut klingt, funktioniert selten wie es soll. Studien zeigen klar, dass dezentrale Unternehmen erfolgreicher sind. Wer Verantwortung nach unten delegiert, hat vielleicht die Dinge weniger unter Kontrolle, dafür ist die Erfolgswahrscheinlichkeit höher. Die Gründe sind klar:

  • Zentralismus kommuniziert Misstrauen. Oben ist intelligenter als unten, weiß mehr, kann daher mehr entscheiden. Diese Kultur bremst rasch Engagement und den gemeinsamen „Zug zum Tor“
  • Das hinterlässt mit der Zeit Spuren. In der Auswahl und Sozialisierung der Menschen, die in der Organisation bleiben und Karriere machen. Irgendwann sind sie wirklich nicht mehr in der Lage, eigenständig zu entscheiden. Spätestens dann ist der Weg schwer reversibel
  • Zentralismus kostet Zeit, fördert Absicherung und falsche Entscheidungen. Wer weit weg ist geht den sicheren Weg. Er hat nicht „das Gefühl“, das es braucht, um Risiken abschätzen zu können


Wie daher in einer gesamtunternehmerischen Rolle damit umgehen?

(1) Wo immer Sie die Möglichkeit zur Gestaltung haben, wägen Sie die Vor- und Nachteile genau ab. Neben einer Kostenrechnung braucht es auch eine ehrliche Wirkungsrechnung – aus Kunden- und Gesamtunternehmenssicht. Die Formel ist dabei oft unterschiedlich, die Anforderung an das Ergebnis immer gleich: Das Ganze muss mehr sein als die Summe seiner Teile. Wo Synergien nicht möglich sind, reichen gemeinsame Spielregeln und Transparenz in Bezug auf deren Einhaltung und Ergebnisse – das dafür 100 % konsequent und mit Konsequenzen.

(2) Wenn Sie schon selbst in stark zentralisierten Strukturen tätig sind, machen Sie Ihre Führungskräfte fit, geben Sie Ihnen den Mut und die Gestaltungskraft, die sie brauchen. Es gibt auch da erfolgreiche Unternehmer. Sie zeichnen sich durch den ständigen Kampf aus, den sie für ihre Kunden und die Chancen am Markt führen. Sie führen diesen Kampf offen, nutzen jeden Freiraum, den sie haben. Und wo notwendig, schaffen sie einen.

Gerne unterstützen wir Sie bei beiden Herausforderungen. Weil in jedem Fall die Wirkung am Ende zählt – und nicht die Kalkulation zu Beginn.

Fragen, die Sie sofort mit Ihrem Management diskutieren können...

(1) Wo haben wir im Unternehmen Organisationsentwicklungsbedarf in Richtung mehr Zentralisierung ODER mehr dezentraler Verantwortung – bevor es zu spät ist?

(2) Wie können wir die Führungskräfte unterstützen, mehr Freiräume zu erkennen und zu nutzen?

(3) Welchen Nutzen / welche Wirkung erwarten wir uns?
 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme: office@dieumsetzer.com

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