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Matthias Prammer im Trend Interview

Matthias Prammer im Trend Interview

Als Unternehmensberater surft MATTHIAS PRAMMER auf den Wellen der Veränderungen. Anstatt mit dem Auto nimmt er Termine nur mit dem Rad wahr und legt dabei jährlich 2.500 Kilometer zurück.

Unternehmensberater haben für viele den Beigeschmack der Veränderung, und sie
scheuen Firmenchefs oft ebenso wie Mitarbeiter. Die Vorstellung, mit Excel-Tabellen, Protokollen und Analysen zugemüllt zu werden, tut ihr Übriges dazu. Es geht aber auch anders“, meint Matthias Prammer, 49, der gemeinsam mit Cornelia Steven, 41, die Unternehmensberatung Die Umsetzer führt. „Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen mit Hausverstand, um nachhaltig Wettbewerbsvorteile zu sichern.“ Das 2009 gegründete Unternehmen hat sich auf die Kernbereiche Organisationsentwicklung, Vertriebsoptimierung, Projekt- und Change-Management und Führung spezialisiert.

Große Trendthemen sind die Digitalisierung und die Nachhaltigkeit, die bedient werden wollen. „Es gibt Wellen der Veränderung, die auf unsere Arbeitswelt zukommen. Die Frage ist: Stehe ich am Strand und habe Angst oder surfe ich die Welle? Uns ist es wichtig, die Wellen der Veränderung gut zu surfen.“ Prammer spricht gerne in Bildern, aber vor allem auch in einfacher Sprache, um die Menschen mitzunehmen: „Komplexe Botschaften nur via Folie oder in verschwurbelter Verbalerotik zu kommunizieren schreckt die Leute nur ab.“ Die Taktik scheint aufzugehen. Seit dem Start
wurde der Umsatz des Unternehmens konstant jedes Jahr um 30 Prozent gesteigert.

Für ihre Leistungen wurden Die Umsetzer bereits das dritte Mal in Folge mit dem Wirtschaftspreis „Austria’s Leading Companies“ ausgezeichnet. Der Fokus hat sich über die Jahre hin zu Großprojekten und der Betreuung von komplexen Kundensystemen verlagert. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie die voestalpine, die Siemens AG, A1 Telekom, aber auch der Handelsriese Rewe.

Den Ansatz, Mitarbeiter zu motivieren und einzubinden, verfolgt Prammer auch in seinem eigenen Unternehmen. „Ich tu mir leichter, eine Wertegemeinschaft zu gründen, wenn ich die Mitarbeiter an
mein Unternehmen binde, wenn auch mit allen Grauslichkeiten des Arbeitsrechts“, schildert er lachend. Um der Nachhaltigkeit Genüge zu tun, bekommt jeder Seniorberater ein Fahrrad. „Wir waren schon immer die Ökosocken unter den Beratern“ so Prammer, der seit 15 Jahren bei seinen Kunden mit dem Zweirad vorfährt. Anfänglich wurde er schief angesehen, doch heute hat sich jeder dran gewöhnt. „Ich bin zwar kein Profiradfahrer, bringe aber so täglich Bewegung in mein Leben und verringere den CO2-Abdruck.“ Gut 2.500 Kilometer legt der Hobbysportler mit seinem Drahtesel im Jahr zurück. „Ich spare mir Geld, bin schnell, und der größte Vorteil ist, dass meine Wege total planbar sind. Zudem kann ich beim Radln meinen Kopf auslüften.“

"Mit dem Radl spare ich Geld, ich bin schnell,
und meine Wege sind total planbar.“

Für jene, die es sich überlegen, auf das Rad umzusteigen, hat Prammer ein paar Tipps auf Lager: Kaufe ein Rad, mit dem du gerne fährst. Bequeme und wetterfeste Kleidung ist ein Must, vor allem ein großer Helm, wo auch im Winter die Haube darunter Platz hat. Das Wichtigste: ein qualitatives Carbon-Schloss. Auch wenn er mit seinen Körben „wie ein chinesischer Botenfahrer aussieht“, hat Prammer Spaß am Radfahren und trägt zur Nachhaltigkeit bei. Dass er seine Kilometer, die er mit dem Auto und dem Flieger zurücklegt, mit CO2-Zertifikaten kompensiert, ist selbstverständlich.

Interview von Gabriele Schnabel,
Veröffentlichung Druckauflage vom 28.01.2022 im Magazin trend PREMIUM