Leistung zählt – in der Wirtschaft wie im Sport

Leistung zählt – in der Wirtschaft wie im Sport

Was Management mit Sport zu tun hat? Sehr viel, wie wir meinen: Leistung steht bei beidem im Mittelpunkt. Fairness ist in jedem Fall auch gefragt, obwohl es damit hier wie dort manchmal hapert. Pünktlich zum Start der Fußball-WM haben wir uns darüber bei unserer Veranstaltung „Der richtige Mix“ am 14. Juni mit Katharina Aufhauser und Jelena Prvulovi?, zwei Fußballerinnen aus dem Kader der österreichischen Nationalmannschaft, unterhalten.

Im Interview mit den beiden Sportlerinnen fanden sich spannende Parallelen zwischen Sport und Wirtschaft. Für alle, die nicht dabei sein konnten: Nachfolgend einige Bälle, die wir einander im Gespräch zugespielt haben.

Matthias Prammer: Mit Sportlerkarrieren verbindet man allgemein hartes Training, Leistung bringen, Verletzungen einstecken, Rückschläge verarbeiten. Und ganz „nebenbei“ studiert ihr beide auch noch. Was hat euch zu diesem anstrengenden Weg motiviert?
Katharina Aufhauser und Jelena Prvulovi?: Eigentlich war es weniger eine Frage der Motivation als der Leidenschaft. Wenn aus Spaß Passion wird, dann ist das die beste Voraussetzung, um Zeit und Aufwand in Kauf zu nehmen. Und bei Rückschlägen den Blick nach vorne zu richten, das ist ganz wichtig. Solange Energie und Freude da sind, gibt es immer ein „next level“ zu erreichen.

MP: Manager sind ja in gewisser Weise auch Trainer ihrer „Mannschaft“. Was macht einen guten Trainer aus?
KA&JP: Fachliche Kompetenz natürlich, und – genauso wichtig – soziale Kompetenz. Nur wenn man mit Menschen umgehen kann, wird aus Einzelspielern ein Team. Der Draht zwischen Führung und Team – die Verbindung muss passen.

MP: Was sind „No-Gos“ im Teamsport?
KA&JP: Man sollte niemals die Schuld auf Einzelne schieben. Gemeinsam Schwächen und Misserfolge zu analysieren, bringt wesentlich mehr.

MP: Wie geht ihr im Team mit Einzelkämpfern um, die alles überstrahlen?
KA&JP: Führungsspieler gibt es in jedem Team und Unternehmen. Teamführung ist notwendig, aber ebenso das Bewusstsein, dass alle wichtig sind. Wir haben bis zur Ersatzbank ein kollektives Bewusstsein für die gemeinsame Sache und können so zusammen stark sein. Es darf sich aber auch niemand hinter dem Team verstecken, sondern muss seine eigene Leistung voll ausspielen. Um als Team agieren zu können, kommt es eben auf den richtigen Mix an!

MP: Und wenn Einzelne alles an sich reißen wollen?
KA&JP: Das führt oft zu einem Zusammenrücken der ganzen Mannschaft!

MP: Was ist eure Empfehlung für den Umgang mit jenen, die sich hinter dem Team oder Unternehmen verstecken?
KA&JP: Die „Versteckenspieler“ gibt es in jedem Team. Sie sollten animiert werden, sich mehr zu trauen und auch zuzulassen, dass verschiedene Charaktere am Ball sind bzw. ein gemeinsames Umsetzen möglich ist. Im Team sollen sich ALLE bewusst sein, dass jeder Einzelne gleichermaßen zum Erfolg beitragen kann.

MP: Zuletzt – wie geht ihr mit Leistungsdruck um und wie wird eure Leistung beurteilt? Holt ihr euch aktiv Feedback oder gibt es im Team institutionalisierte Prozesse?
KA&JP: Der Umgang mit Höhen und Tiefen wird mit zunehmender Routine leichter. Der Verein als starkes Rückgrat im Hintergrund ist dabei enorm wichtig, so entsteht wechselseitige Motivation. Und wir WOLLEN beurteilt werden – erst dadurch können wir uns weiterentwickeln. So können wir als Team wachsen und gemeinsam unsere Leistung steigern!

Wie definieren Sie Leistung? Betrachten Sie Ihr Unternehmen doch auch einmal aus sportlicher Sicht, es lohnt sich. Kontaktieren Sie uns und lassen Sie uns diskutieren!